Die Musik von Wolfgang Rihm. Das Buch zu Wolfgang Rihms Lebenswerk. Mit einem Schwerpunkt auf dem Musiktheaterschaffen Rihms. Über die enge Verknüpfung von Literatur und Musik. IX, 366 S. - 24,0 x 16,0 cm Geb.
Martin Zenck porträtiert den 2024 verstorbenen Wolfgang Rihm als einen kosmopolitischen Komponisten, der auf der Welthaftigkeit der Musik und auf der Freiheit des Komponierens kompromisslos besteht. Er legt eine breite Darstellung von Rihms OEuvre vor: der Lieder, der Instrumentalmusik, des sakralen Werks sowie des zentralen „Nietzsche-Komplexes“ und vor allem des Musiktheaters von der Artaud-Trilogie und der „Hamletmaschine“ nach Heiner Müller bis hin zu den Opern, die Rihm auf der Textbasis von Goethe („Proserpina“) und Hölderlin („Oedipus“) verfasst hat.
Gegenüber der Deutungshoheit und kraftvollen Sprache Rihms findet dieses Buch seinen eigenen methodischen Ansatz, indem es zwar der Selbstinterpretation des Komponisten Raum gibt, auf der anderen Seite aber für Rihms Werk neue Horizonte des Verstehens eröffnet. Dazu dienen theater- und literaturwissenschaftliche Perspektiven, philosophische und produktionsästhetische Zugänge sowie die musikalische Analyse und die Untersuchung von Aufführungen und Aufnahmen.
Im Zentrum des Buches steht der Dialog zwischen dem Komponisten und seinem Interpreten Martin Zenck: die Suche nach Bedeutungsdimensionen innerhalb der Rezeption, nach einem „Sinnüberschuss“ gemäß Rihms Maxime, dass „das Werk immer mehr weiß als der Autor“.