Geschichte - Formen - Ästhetik. Geschichte - Form - Ästhetik. 271 S. Kar.
Was ist eine Sonate? Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff »Klangstück«, und so ist die Sonate möglicherweise der Inbegriff von Instrumentalmusik überhaupt. Jedenfalls handelt es sich bei der Sonate um die älteste und langlebigste Form »reiner« Instrumentalmusik, von deren Anfängen kurz vor 1600 bis in die Gegenwart.
Von einer Gattungsgeschichte im engeren Sinne kann allerdings kaum die Rede sein Die vielstimmigen Ensemblesonaten Giovanni Gabrielis haben kompositorisch ebenso wenig mit den Klaviersonaten Beethovens gemeinsam wie die Triosonaten Corellis mit den Kompositionen von Pierre Boulez - außer eben, dass es sich um »reine« Instrumentalmusik handelt.
Das vorliegende Buch beschreibt daher vor allem Wandlungen und Entwicklungslinien der Sonate, immer in möglichst enger Einordnung in den historischen Gesamtkontext. Es gliedert sich in vier Kapitel:
[b]Definitionen[/b]
[b]Formen:[/b] nicht nur im Sinne der viel zitierten »Sonatensatzform«, sondern auch derjenigen Strukturen, die dieser vorausgehen (z. B. Canzonensatz, Tanzsatz, Fuge, Basso continuo) bzw. auf sie folgen (z. B. serielle, historistische und postmoderne Techniken).
[b]Funktionen und Ästhetik:[/b]gesellschaftliches und ästhetisches Umfeld.
Wer komponierte Sonaten, warum und für wen wurden Sonaten geschrieben, wer spielte, kaufte, hörte Sonaten?
[b]Besetzungen:[/b]Was genau ist eine »Triosonate«? Warum gibt es erst ab der Mitte des 18. Jahrhunderts Klaviersonaten? Wodurch unterscheidet sich eine Sonate für Klavier und Violine von einer Sonate für Violine und Klavier?
All dies wird anhand vieler Werkbeispiele und Analyseaufgaben beschrieben. Weiterführende Aufgaben für den Unterricht und für eigenständiges Arbeiten runden dieses Studienbuch ab