Für Konzerte oder als eindrucksvoller Ausklang eines Gottesdienstes. IV, 30 S. - 30,0 x 23,0 cm
In den frühen Orchesterwerken von Anton Bruckner (1824–1896) ist der Einfluss seiner Tätigkeit als Organist deutlich spürbar. Diese Kompositionen entstanden gegen Ende seines Studiums bei Otto Kitzler, als Bruckner – bereits fast 40 Jahre alt – noch als Domorganist in Linz wirkte.Sein organistisches Denken zeigt sich insbesondere in der Behandlung der Orchestergruppen: Klangveränderungen gestaltet er blockweise – ähnlich wie beim Wechsel von Orgelregistern. Die motivischen Entwicklungen entfalten sich in quasi improvisierter Weise, oft in Form von Sequenzen, mit terrassenartig angelegten Steigerungen (Manualwechsel) oder starken dynamischen Kontrasten, die durch Generalpausen (Registerwechsel) deutlich voneinander abgegrenzt werden. Vor diesem Hintergrund eignen sich Bruckners frühe Orchesterwerke besonders für eine Orgelbearbeitung.